Kohlenhydrate - Aufgabe und Verdauung

Wie Anfangs erwähnt, produziert der Körper selber keine Kohlenhydrate (dazu gehören alle Arten von Zucker, Stärke und Cellulose); er ist nur in der Lage Glukose aus Teilen von Kohlenstoffketten zu bilden. (Dieser Prozess nennt sich Glukoneogenese). Dieser Vorgang ist wichtig für das Gehirn und für die roten Blutkörperchen, denn sie können nur Glukose als Energie aufnehmen und kein Fett energetisch umwandeln.

Um den erforderlichen Bedarf an Zucker zu erhalten, wird am besten auf natürliche Kohlenhydrate zurückgegriffen (wie Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte). Zusätzlich zum Zucker besitzen sie auch Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Stärke und Spurenelemente, die ebenfalls von elementarer Bedeutung sind. Nahrungsmittel mit einem großen Wert an Kohlenhydraten sind u. a.: Nudeln, Brot, Kartoffeln, Bohnen, Kleie, Reis. Leere Lebensmittel nennt man Nahrungsmittel, die außer Kalorien nichts enthalten. Dazu zählen der reine weiße Zucker und die richtig ausgemahlenen Mehle. Kuchen und Weißbrot besitzen eine minimale Nährwertsubstanz; sie ist so gering, dass sie nicht einmal die Mineralstoffe enthalten, die für die Verdauung dieser Lebensmittel erforderlich ist. Damit erhält der Körper zwar Energie, doch bei längerem einseitigen Genuss dieser Produkte entstehen langfristige Mangelerscheinungen an Mineralstoffen und Vitaminen. (Kurzfristig kann der Bedarf aus den Reservespeichern abgedeckt werden.) Ballaststoffen sind in erster Linie dazu da die Darmtätigkeit zu mobilisieren. Fast alle Darmerkrankungen sind mittel- bzw. unmittelbar auf einen Mangel an Ballaststoffen zurückzuführen.)

Mehr als 60% der resorbierten Kohlenhydrate werden zur Energiegewinnung gebraucht, ein weiterer erheblicher Prozentsatz wird zu Glykogen gewandelt und in Leber und Muskel gespeichert. Das Glykogen ist damit eine schnell verfügbare Reserveenergie. Ein Mensch mit einem Gewicht von 70 kg verfügt über einen Vorrat an Glykogen in Höhe von etwa 350 - 400 g (1.500 kcal). Diese Reserve liegt zu ca. 35% in der Leber und zu ca. 65% in den Muskeln vor. Wenn der Speicherplatz voll ist, wird von dem Rest Fett aufgebaut und dementsprechende Fettdepots abgelegt. Dafür werden etwa 30% der Energie benötigt.

Auch Ballaststoffe sind Kohlenhydrate. Ein Teil davon wird im Dickdarm fermentiert. Es entstehen dabei Gase und Fettsäuren, die verwertet werden können. Die dabei entstehende Energie ist aber so minimal, dass sie hier kaum ins Gewicht fällt. Günstig wirkt sich eine Nahrungsaufnahme von 30 g Ballaststoffen / Tag und 60 - 100g Kohlenhydrate / Tag für einen ausgeglichenen Fettstoffwechsel. Ist die Energieaufnahme aus Kohlenhydraten und Fetten zu gering, werden Proteine abgebaut. Im Dünndarm werden die Kohlenhydrate in Monosaccharide gespalten, bevor vom Blutkreislauf aufgenommen werden können.

Kohlenhydrate - Einführung

Aufgabe und Verdauung

Glykämischer Index

Blutzuckerspiegel und Insulin

Grundbedarf und Muskelaufbau

Fazit

ERNÄHRUNG ALLGEMEINES GRUNDWISSEN

Vitamine

Proteine – die lebenswichtigen Bausteine für Körper und Muskeln

Kohlenhydrate

Fette

Mineralstoffe

Spurenelemente

Antioxidantien

Creatin



Tipps

Eiweißreiche Ernährung