Spurenelemente - wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden
Spurenelemente sind genauso wie Vitamine und Mineralstoffe lebensnotwendig für unseren Körper und unser Wohlbefinden. Spurenelemente sind ein wesentlicher Bestandteil wichtiger Hormone, Enzyme und Eiweiße im Körper. Ein Mangel an Spurenelementen kann zu Ausfallsymptomen im Körper bis hin zu schweren Erkrankungen wie Morbus Crohn führen. Bei sportlich aktiven oder körperlich arbeitenden Menschen ist nicht nur der bedarf an Energie liefernden Nährstoffen wie Kohlenhydraten höher, sondern auch der Bedarf an Spurenelementen und Vitaminen. Vergleichbar mit einem Fahrzeug, welches bei hoher Geschwindigkeit mehr Kraftstoff verbraucht, so benötigt auch unser Körper bei hoher Aktivität mehr Mineralstoffe.
Die Spurenelemente gehören zu den Mineralstoffen, die unser Körper nicht selber herstellen kann und die ihm mit der Nahrung zugefügt werden müssen. Zu den lebensnotwendigen Mineralien gehören zum Beispiel Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Nickel, Selen, Zink und Zinn.
Die Funktionen der Spurenelemente
Chrom ist im Körper vor allem in Leber, Milz, Knochen, Muskeln und Fett vorhanden. Chrom spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel, vor allem bei der Aufnahme von Zucker. Ein Mangel an Chrom kann zur Diabetes und Arteriosklerose führen. Chrom in ausreichenden Mengen, hilft das schlechte LDL Cholesterin zu senken und das gute HDL Cholesterin zu heben.
Chrom ist sowohl in tierischen als auch pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden. Gute Quellen für die Chromversorgung sind Produkte wie Leber und Muskelfleisch, Käse, Vollkornprodukte, Austern, Linsen und Nüsse. Aber auch in einigen Gewürzen, wie Pfeffer ist Chrom enthalten. Der empfohlene Tagesbedarf an Chrom liegt bei 30 bis 100 mcg täglich.
Eisen ist das Spurenelement, das in unserem Körper am häufigsten vorkommt. Eisen ist ein wesentliches Element für die Oxidationsabläufe unserer Zellen und trägt sowohl zum Transport als auch zur Speicherung von Sauerstoff bei. Außerdem spielt Eisen bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle zum Schutz vor Infektionen.
Verschiedene Symptome wie Blässe, spröde Haut, eingerissene Fingernägel und Mundwinkel, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl bis hin zu schwerer Atemnot, Herzklopfen und Verstopfung sind Anzeichen für einen Eisenmangel im Körper. Eisen kommt vor allem in Hülsenfrüchten, Fleisch (Innereien, Leber) Wurst, Vollkornbrot, Haferflocken und Mangold vor.
Molybdän ist ein Schwermetall, das zur Chromgruppe gehört. Der Menschliche Körper enthält ca. 8 - 10 Milligramm Molybdän, wovon sich ca. 60% im Skelett und der Rest in Leber, Lunge, Niere und haut befinden.
Molybdän ist wichtig für den Stoffwechsel und den Abbau von Harnsäure und trägt außerdem zur Speicherung von Fluoriden und zur Vorbeugung von Karies bei. Durch einen Mangel an Molybdän können Stimmungsschwankungen, Herzjagen Bauchkrämpfe und Übelkeit auftreten.
Hauptlieferant von Molybdän ist Sojamehl, Rotkohl, wie Bohnen, Naturreis, Kartoffeln und Schweinefleisch. Der tägliche Molybdänbedarf liegt bei ca 50 - 100 Mikrogramm.
Selen gehört zu den Antioxidantien in unserem Körper und schützt unsere Zellen und Chromosomen vor Peroxyden (schädlicher Sauerstoff) und freien Radikalen aus Umwelt und Strahleneinflüssen. Selen schützt vor Thrombosen und stärkt das Immunsystem. Selenmangel kann zu Erkrankung der Gelenke und zu einem vergrößerten Herzen führen. Hauptquelle für Seelen sind Seefische, Eigelb, Kartoffeln und Getreideprodukte.
Mangan wird im Körper vor allem zum Aufbau des Bindegewebes benötigt. Mangelerscheinungen von Mangan sind kaum bekannt, allerdings geht man davon aus, dass ein Mangel an Mangan zum Höhrverlust, Tinitus, Muskelschwäche und einer Fettleber führen kann. Außerdem können Schädigungen an Haut und Haaren auftreten. Der durchschnittliche Bedarf an Mangan liegt bei ca 3 Milligramm. Mangan ist vor allem in Haferflocken, Weizenkleie, Hülsenfrüchte, Reis, Fisch, Fleisch und Käse enthalten.
Vanadium ist für den Stoffwechsel von Eisen nötig und hilft, Knochen und Zähne zu Stärken. Vanadium kommt vor allem in pflanzlichen Fetten, Gelatine und Buchweizen vor. Aber auch Milch, Obst und Gemüse enthalten Vanadium.
Kalium ist wichtig für die Säuren - Basen Haushalt, den Flüssigkeitshaushalt und die Nervenfunktionen. Ein Mangel an Kalium kann zu Muskelschwächen und sogar zur Lähmung führen. Kalium kommt in Fleisch, Milch, Obst und Hülsenfrüchten vor.
Jod ist ebenfalls ein Spurenelement, dass unser Körper nicht selber bilden kann. Jod ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Schilddrüsenhormone, die wichtig für unseren Stoffwechsel sind. Die Schilddrüsenhormone steuern Stoffwechselprozesse wie die Knochenbildung, Wachstum und die Entwicklung unseres Gehirns. Jod ist vor allem in Käse wie Camembert, Edamer und Schafskäse, sowie in Seelachs und Thunfisch enthalten. Aber auch Nutella und Vollmilchprodukte enthalten geringe Mengen Jod.
Wer sich bewusst und vielseitig ernährt, braucht keine spezielle Zufuhr von separaten Mineralstoffen. Allerdings ist grade bei körperlicher Arbeit oder bei Menschen die viel Sport treiben eine erhöhte Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen nötig. Auch in bestimmten Phasen wie den Wechseljahren, Schwangerschaft und Stillzeit kann eine erhöhte Mineralstoffzufuhr empfohlen werden. Nicht nur zur Prophylaxe, sondern auch zur Behebung von symptomatischen Beschwerden wie zum Beispiel Wadenkrämpfen können Mineralstoffe schnell und effizient helfen.
Ernähren Sie sich vielseitig, bevorzugen Sie regionale und saisonale Obst und Gemüsesorten, essen Sie häufiger Yoghurt, Quark und Reisgerichte und trinken Sie ausreichend Obst oder Gemüsesäfte um Ihren Körper mit allen wichtigen Spurenelementen zu versorgen.
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